Paraguay
 
   


 

 

Paraguay

Paraguay? Wo liegt das denn? Und Deine Eltern haben ihren Zweitwohnsitz dort? Wie kommen die denn dahin?

Das sind so die üblichen Fragen, wenn es um das Thema geht!

Ich hatte jetzt die Gelegenheit mir das Ganze mal vor Ort anzusehen und bin nach mehreren Aufenthalten der Meinung das

1.   In Paraguay ein Mann noch ein Mann ist

2.   Wir in Deutschland nicht wirklich frei leben können!

3.   Das es sowas wie Tierelend in Europa garnicht gibt

4.   Wir in Deutschland garnicht so teuer leben!

5.   Reichtum nicht glücklich macht

6.   Das es auch berechnende Paraguayerinnen gibt

7.   Bus fahren Spaß machen kann, auch wenn man gelegentlich fast erdrückt wird

8.   Bus fahren keinen Spaß macht, wenn man im Zeitdruck ist

9.   Das Internet doch kein www (World wide web) ist

10. Die Geschichte Paraguays sehr tragisch ist

11. Fliegen nach Paraguay leider ein großer Krampf ist!

12. Die südamerikanischen Frauen zu den besten der Welt gehören

13. Paraguay seit 2007 einen der besten Präsidenten weltweit hatte

14. Guaranie verdammt schwer zu sprechen ist! (Zumindest für mich! ;))

(THESENLISTE WIRD GELEGENTLICH ERGÄNZT)

Das ein Mann noch ein Mann ist in Paraguay hat mehrere Gründe.

1.  Sind die paraguayischen Männer nicht sonderlich verantwortungsbewußt und behandeln ihre     

     Frauen mit wenig Respekt. Viele Frauen werden schwanger einfach sitzen gelassen.

     Das hat sie wohl dazu veranlaßt sich immer mindestens zwei Novios (Freunde/Geliebte) zu

     halten, damit die Chance im Fall einer Schwangerschaft wenigstens einen Kerl zu behalten

     etwas größer ist.

     Das widerum wissen alle Männer, weshalb sie die Frauen für Huren halten und sie auch so

     behandeln. Vaterschaften werden fast immer bestritten, obwohl die Dunkelziffer der unter-

     geschobenen Kinder sicher in Paraguay noch weit höher als in Deutschland ist.

     40% der Frauen bekomme ihr erstes Kind bis zum 19. Lebensjahr!

2.  In Paraguay kann man Waffen recht problemlos in Geschäften kaufen! Die Waffenscheine

     kriegt man zugeschickt. Auf dem Land beim Besuch der Verwandten meiner Freundin

     habe ich eine Pumpgun abfeuern "dürfen". Dabei ist mir fast das Trommelfell geplatzt

     und das Gelächter war groß, weil ich nur mit Mühe meinen Respekt vor der Waffe

     verbergen konnte. Es ist lebensgefährlich auf dem Land nach Einbruch der Nacht mit

     dem Auto umherzufahren. Die schiessen erst und nehmen sich dann den Wagen und

        alles was drin ist.  Bei Diskothekenschlägereien Vorsicht nach Hinten. Einer hält einen

     von vorne in Schach und ein Anderer sticht einen dann von Hinten ab!

     Männlichkeit hat in diesem Land noch einen ganz anderen Stellenwert, als in unserer, vom

    Übervater Staat beherrschten Gesellschaft. Inwiefern das im Zusammenhang mit einem

    deutlich besseren familiären Zusammenhalt steht, mag sich jeder für sich selbst beantwor-

    ten. Ich persönlich halte es auf keinen Fall für einen Zufall! Der Vater ist der Beschützer

      und im Idealfall der Ernährer der Familie und dafür wird er geachtet!

 

2.   Wir in Deutschland nicht wirklich frei leben können!

1. Besoffen aus dem Auto zu fallen führt in Deutschland unweigerlich zum Verlust des

       Führerscheins. In Paraguay wird man, wenn man einen freundlichen Polizisten

       erwischt, wieder in´s Auto gesetzt und mit dem Hinweis vorsichtig zu fahren

    weiterfahren gelassen! Obwohl man dort den Führerschein  für umgerechnet

       5 Euro erwerben kann, gibt es garnicht so viele Verkehrstote wie man

    erwarten müßte. In Deutschland lassen viele Autofahrer/innen ihren persönlichen

    Frust beim Auto fahren ab, was ich für teilweise noch gefährlicher halte, als den

    Schwips am Steuer.

2. Da nicht alles so überreguliert ist, weil es auch die Organisation Paraguays

    garnicht hergibt, sind viele Dinge Verhandlungssache, was die Sache

    irgendwie sympathischer und menschlicher macht! Allerdings machen para-

    guayische Verkehrspolizisten regelrecht Jagd auf blonde Autofahrer, weil

    sie Geld riechen und irgendwas wird der Fahrer sicher schon falsch

    machen und wenn nicht, fällt denen immer was ein! Allerdings kann

    man über die Höhe der Strafe doch deutlich verhandeln.

   Hauptsache die können überhaupt was rausschlagen! Denn darum geht´s!

   In Deutschland geht es seit vielen Jahren schon wesentlich humorloser zu.

   Hier strahlt die Exekutive eine solche Kälte aus, wobei die Persönlichkeits-

   rechte gleichzeitig immer mehr eingeschränkt werden, daß man sich so

   etwas wie eine eigene Meinung am besten sowieso nur noch verkneift!

3.   Das es sowas wie Tierelend in Europa garnicht gibt

Ich habe einen Brief an ein deutsches Tierheim geschrieben.

Den Text drucke und ein paar weniger schlimme Fotos, drucke ich hier unterhalb ab.

Die hinterlegten Fotos unter dem Link zwei Fotos empfehle ich nur anzuschauen,

wenn die Nerven stark genug sind!

Hallo zusammen!

Meine Eltern haben seit ein paar Jahren ihren Zweitwohnsitz in Paraguay!
Ich war ein paar Mal zu Besuch!


Ich dachte früher einmal, in Spanien ginge es den Tieren, speziell Hunden nicht so gut.

Diese Meinung habe ich grundlegend geändert!

Aus meiner Sicht sind es garnicht die Hunde in Spanien oder überhaupt innerhalb der Grenzen Europas, denen es wirklich dreckig geht...

Ich füge Ihnen zwei Fotos der "Kreatur" bei, die ich bei einem meiner Aufenthalte in Asunción, der Hauptstadt von Paraguay gefunden habe.

Der Polizist auf der anderen Straßenseite hatte nicht mal eine Kugel für den Hund übrig!

Sie sollten sich die Fotos, egal was Sie gewöhnt sein mögen, nur anschauen, wenn Sie sicher sind, daß ihnen die Nerven nicht reissen!

Ich habe erst mal was zu Fressen und Saufen für den "Hund" besorgt und dann in einer Apotheke

in der Nähe den Abtransport und die Einschläferung des Tieres veranlaßt!

Die "Veranstaltung" hat 100.000 Guaranies gekostet, was mit ca. 14 Euro verhältnismäßig teuer

für paraguayische Verhältnisse ist!

Meine Eltern haben zwischenzeitich mehr als ein halbes Dutzend Hunde bei sich aufgenommen

und täglich finden Sie tote Hunde auf den Straßen in und um Asunción.

Verhungert, verdurstet, an Krankheiten verstorben.

Mein Vater sagt immer: "Der hat es hinter sich!" und meint damit, daß der Tod für diese Tiere eine Gnade ist!

Dort gibt es keine Tierschutzorganisationen, zumindest keine die bekannt wären und es beschämt mich, mich Mensch nennen zu müssen, wenn ich sehe, was die Menschen zulassen!

Rennen in die Kirche, sind streng katholisch, aber rauben, morden und Tiere sind nur

Abschaum dort!

Ich würde was tun, aber ich habe nicht die geringste Ahnung was und nach meiner "Mörderscheidung" fehlen mir leider selbst auch die finanziellen Möglichkeiten!

Vielleicht wissen Sie ja was, wenn Sie nicht angesichts des weltweiten Tierelends selbst längst kapituliert haben!

Mit freundlichen Grüßen
Christoph Mittler

P.S.: An wen hätte ich mich sonst wenden sollen?

Von dem Tierheim habe ich leider nichts mehr gehört! Von Paraguay aus habe ich mich mit mehreren

deutschen Organisationen in Verbindung gesetzt und wurde an Vertretungen in Paraguay ver-

wiesen. Deren Arbeit allerdings scheint, so sie überhaupt existiert, keine Früchte zu tragen, bei all

dem Elend, daß ich sehen mußte!

Weggeworfener toter Hund an einer Verkehrsstraße

Weggeworfener toter Hund an einer Verkehrsstraße

Angefahren und verendet an einer Hauptverkehrsstraße


Angefahren und verendet an einer Hauptverkehrsstraße

In Europa ist verhältnismäßig geregelt, was in Südamerikabeit im Argen liegt!

Hunde und Katzen werden auf der Straße entsorgt! Die Autos besorgen das!

Ich habe ein paar Hunde von der Straße aufgelesen, aber leider einschläfern lassen müssen,

weil sie einfach zu krank waren!

 

4.   Wir in Deutschland garnicht so teuer leben!

Ich habe mich erstaunlich oft fragen hören: "Ich dachte, daß hier ist die 3. Welt?"

Die Preise für Elektronik beispielsweise liegen im Durchschnitt deutlich über den

hiesigen Preisen, was ich eigentlich nicht vermutet hätte.

Im Gegenatz zu Europa, ist auch die Konkurrenz, wenn eigentlich auch riesig,

nicht sehr lebendig! Man geht in mehrere Geschäfte und schaut sich die Preise

an und hat fast schon das Gefühl, daß alle Geschäfte demselben Eigentümer

gehören müssen, so einheitlich sind die Preise.

Wenn man Dinge wie Maggi oder Nutella kaufen möchte, muß man vermögend sein,

denn eine Literflasche Maggi kostet bereits 14 Euro und ein kleines Glas Nutella

über 3 Euro! Wenn man in´s Internet will, worauf ich später noch eingehen möchte,

dann wird man von den Preisen für den Internetzugang sehr überrascht sein!

Während man hierzulande komfortabel für umgerechnet 70 Dollar surfen und dazu

noch telefonieren kann, kostet derzeit eine vergleichbare, allerdings reine Internet-

lösung ohne Telefonie dort ca. 1050 Dollar, völlig unerschwinglich also für den

Otto-Normalverbraucher!

Ein Drucker der Marke HP (Mulitfunkional) der hier für ca. 130 Euro zu haben,

schlägt dort mit knapp dem Doppelten zu Buche!I

Merke: Wer mit der Vorstellung nach Südamerika geht, er könne dort sein Leben

exakt so weiterführen wie in Europa, der sollte sich das gleich abschminken!

Das ist reine Utopie!

Die Stärken Südamerikas liegen auch in ganz anderen Bereichen!

Die Grundnahrungsmittel sind natürlich, solange es sich nicht um Luxusartikel

handelt, absolut erschwinglich und deutlich billiger als in Europa.

Während man in Deutschland für 10 Brötchen Iocker mittlerweile 3 Euro

hinlegen muß, kann man dort ein Kilogramm Brötchen für etwa 50 Cent

erwerben. Auch Früchte wie Mangos, Maracujas, Bananen usw. sind natürlich

deutlich günstiger als hierzulande, wo sie widerum eher zu den Luxus-

artikeln zählen.

UPDATE 2013: Inzwischen ist der Wechselkurs nicht zu einem Risko geworden,

sondern zum Killer! Lag der Euro seinerzeit in 2004/2005 noch bei Spitzenwerten

wie 8.300 Guaranies, ist er inzwischen auf einen Wert von sehr undeutlich über

5.000 Guaranies gefallen! Dadurch haben sich die Preise hier derart verteuert,

daß man beim Einkauf größtenteils keinen Spaß mehr hat.

Gefühlt liegen die Preise hier inzwischen im Schnitt beim Doppelten von den

deutschen Preisen.

Man fragt sich unwillkürlich, wie wirklich arme Menschen hier überhaupt

überleben können.

Der Sicherheitslage wird diese Entwicklung ganz sicher nicht zuträglich sein,

denn die Verlierer des Aufschwungs hier im Lande, werden sich sicherlich

auch mit zweifelhaften Mitteln über Wasser zu halten versuchen.

Auf irgendwelchen Internetseiten zu lesen, es sei nach wie vor günstig hier zu leben...

Uruguay muß noch schlimmer sein. Ein Deutscher, der von dort hier einwandert

meinte dieser Tage zu mir: "Teuer und alles voller Verbrecher!"

Die Entwicklung scheint hier auch anzustehen, befürchte ich!

 

5.   Reichtum nicht glücklich macht

Wenn Reichtum Glück bedeuten würde, dann würde man dafür sicherlich nur ein einziges

Wort benötigen. Ich habe einen tollen Spruch gelesen dieser Tage, der aufzählt, was man

sich alles leisten kann, wenn man das nötige Kleingeld hat, was man aber nicht erwerben

kann, auch wenn man es hat! Das sind ausgerechnet die wichtigsten Dinge!

Zum Leben ist Paraguay ganz sicher ein schönerer Ort als Deutschland! Das hängt vor

allem damit zusammen, daß die sozialen Strukturen nicht so zerrüttet sind, wie in

Europa und die Menschen sich deutlich näher stehen! Das Gemeinschaftsgefühl ist

dort einfach noch viel stärker vorhanden als in einem Land, in der jeder nur für sich

kämpft und versucht, die eigenen Schäflein in´s Trockene zu bringen!

Jede 2. Ehe wird geschieden! Die Zahl der psychisch kranken Menschen steigt stetig!

Psychosomathische Erkrankungen "boomen". Alte Menschen werden häufig aus-

gegrenzt, in Altersheime abgeschoben.

Sozial gesehen sind wir, was die emotionale Verarmung angeht, längst zum Entwick-

lungsland geworden und die sogenannten Entwicklungsländer sind uns hier

weit voraus!

In der Zwischenzeit "wissen" viele Menschen, daß wir zwar mit die reichste Nation der

Erde sind, daß bei uns aber trotzdem noch lange nicht die glücklichsten Menschen

leben!

6.   Das es auch berechnende Paraguayerinnen gibt

Ich habe auf meinen Reisen die ein oder andere Paraguayerin kennen gelernt. Wenn man

anfängt zu verallgemeinern neigt man gemeinhin in Klischees zu verfallen, aber es gibt

sicherlich allgemeingültige Aussagen, die man treffen kann, auch ohne dabei in dieses

Kastendenken zu geraten! Zugegeben, es ist schwer und die Gefahr besteht immer!

!Mein Kickbox-Trainer in Paraguay, Leonardo, der selbst aus aus Uruguay eine Para-

guayerin geheiratet und mit ihr zwei Kinder hat sagt, daß ihm in keinem Land Süd-

amerikas so frappierend aufgefallen ist, daß blutjunge, hübsche Mädchen mit älteren,

häufig unattraktiven Männern, oft anderer Nationalität, zusammen sind.

Das diese Frauen nicht die große Liebe, sondern eher zunächst einmal die finanzielle

Sicherheit suchen und mit ihnen gefunden zu haben glauben, dürfte jedem dieser

älteren Herren an und für sich klar sein! Für so naiv, etwas anderes zu glauben, halte

ich die wenigsten, obwohl, wer weiß? ;-)

Es gibt, wie bei uns auch nicht anders, einen großen Unterschied, zwischen den

Stadt- und den Landmenschen, was naürlich auch für die Frauen gilt!

In der Hauptstadt Asuncion leben die Hälfte aller Einwohner Paraguays und auch

kommerziell gesehen ist Asuncion neben Ciudad del Este und wenigen anderen

noch recht bedeutenden Städten, eine der wesentlichsten Metropolen Paraguays,

das auch als das Polen Südamerikas bezeichnet wird.

So enden solche Träume, älterer, gesetzterer Herren, mit jungen, hübschen Para-

guayerinnen eben oft genug so, daß nach der finanziellen Sicherheit früher oder

später das Feuer in der Beziehung fehlt und sie sich auf der Suche nach Liebe

anderen Männern zuwenden.

Was diese Suche nach der finanziellen Sicherheit angeht, kann man natürlich konse-

quenter weise davon ausgehen, daß vom Kommerz geblendete Metropolen-

Paraguayerinnen wesentlich eher in diese Denkrichtung tendieren, als die

Frauen, die auf dem Land leben und mit dem ganzen Kommerz quasi

nichts anzufangen wissen.

7.   Bus fahren Spaß machen kann, auch wenn man gelegentlich fast erdrückt wird

Schaut man sich hier mal die Fahrpreise für einen Stadtbus an und man fährt circa 6 Kilometer

von der Stadt bis nach Hause, dann zahlt man etwa 2,50 Euro dafür! Für umgerechnet 50 Cent

fährt man mit einem der Collectivos, die zwischen der Hauptstadt und dem Umland verkehren

locker 60 Kilometer und sogar mehr. Sicher ist der Bus bei weitem nicht so leer wie in

Deutschland und wenn man Glück hat, kriegt man auch schon mal einen Sitzplatz, aber

wenn man das Leben in Paraguay spüren will, dann muß man sich selbst den Gefallen tun und

auf ein klimatisiertes Auto verzichten und das Land mit dem Bus erkunden! Das hat den posi-

tiven Nebeneffekt, daß die Straßenpolizisten, die ansonsten regelrecht Ausschau nach ver-

meintlich reichen Europäern halten, vergeblich warten und kaputt gehen kann so ein Bus zwar

schon mal, aber das ist immer noch weit besser, als wenn es das eigene Auto ist !

Mach das mal mit einem deutschen Streifenpolizisten! ;-)

Ein bißchen aufpassen muß man halt, weil ziemlich viele Schwangere in Paraguay Bus fahren

und sich gelegentlich auch schon mal während der Fahrt übergeben müssen (wofür ich ohne

weiteres Verständnis habe). Da greift oder tritt man, je nachdem wo und wie man sitzt schon

mal... nein, nein, nicht in die Scheiße, sondern in was anderes halt! Die Busse selbst auf den

Straßen dort kann man als Rüttelplatten mit Rädern bezeichnen und würde eine Europäerin

nur wenige Kilometer mit einem dieser Busse durch´s Land fahren, hätte sie sich die Fahrt zu

einem Abtreibungsarzt glatt gespart, weil der Abort so sicher wie das Amen in der Kirche wäre.

Die Fahrer werden von Beifahrern mit Terere, dem paraguayischen Nationalgetränk versorgt

und der Bus hält gelegentlich an um alle möglichen Händler aufzunehmen, die im Bus -

so ähnlich wie im deutschen Shopping-TV - ihre Waren lautstark anbieten, oder auch schon

mal einfach Warenproben verteilen und dann auf den ein oder anderen Kaufinteressenten

hoffen. Kontrolleure scheint es nicht zu geben, zumindest ist mir persönlich noch nie

einer begegnet.

Nur ausnahmsweise weniger besetzter Bus

Das nenne ich mal einen Bus! ;-) (Fährt meinen Geburtstag spazieren!)

 

8.   Busfahren keinen Spaß macht, wenn man im Zeitdruck ist

So eine klassische Szene! Ich stehe mit meiner Frau mitten in Asuncion an einer Bushaltestelle!

Es ist abends so gegen 20:30! Da kommen einige Busse auf uns zu, im dichten Verkehr und

zwei davon machen gerade eine Art Wettrennen! Genau auf unserer Höhe ist der zweite Bus

hinter dem ersten verschwunden und ich habe kurz vorher noch gesehen, daß genau der,

der das Rennen gerade für sich entscheiden wollte, der Bus gewesen ist, auf den wir an-

gewiesen gewesen wären!!!

Was mache ich, typisch Deutsch?

Unter dem Lachen meiner Frau renne ich wie ein Wahnsinniger schreiend hinter dem Bus her

und versuche ihn zum Stehen zu bewegen! Gut das ich keinen Stein in der Tasche hatte!

Während ich so renne, muß ich meine kurze Hose noch festhalten, damit sie mir unter dem

Gewicht meine prall mit Kram gefüllten Hosentaschen nicht runterrutscht!

Natürlich Fehlanzeige! Der Bus ist weg!

Meine Frau lacht noch immer, während ich 10 oder 20x wütend mit beiden Beinen auf den

Boden stampfe! Der nächste Bus kommt ja auch schon so in einer halben Stunde!

Also was soll´s! Warten angesagt und während man sich noch über den Faux pas des

Busfahrers aufregt, vergeht die Zeit ja auch schneller, bis der nächste Bus dann

Gott sei Dank auch hält!

Andere Szene: Wir warten auf den Bus, weil meine Frau mal eben schnell in die Stadt muß!

Von einem Fahrradfahrer erfahren wir, daß heute irgend so ein besonderer Feiertag ist und

gar keine Busse fahren!

Andere Szene: Wir warten auf den Bus! Es kommt nur keiner! Wir, speziell ich als Deutscher

habe(n) es natürlich eilig, aber das Land lehrt Dich eines! WARTEN!

9.   Das Internet doch kein www (World wide web) ist

In Paraguay läuft halt alles ein bißchen langsamer, außer vielleicht das Kennenlernen

netter und freundlicher Einwohner! Das Internet gehört auch zu dem, was in der

Regel wesentlich langsamer und schon gar nicht rund läuft! Zumindest geht einem

das so, was den unterversorgten Rest des Landes angeht, wenn man mal von der

Hauptstadt und ein paar wenigen privilegierten Städten absieht. Erschwerend

kommt die fehlende Konkurrenz hinzu! Es schlagen sich nicht eben viele Anbieter

um das Angebot an Internetanschlüssen! Daher machen die wenigen Anbieter,

die es gibt, regelrecht "die Sau" mit ihren Kunden! Regelrecht arrogant sind

die Anbieter, die aufgrund der Tatsache, daß sie die ersten waren, den Löwen-

anteil am paraguayischen Markt haben! Da wird vertröstet, gelogen, verdreht,

angeboten, nicht gehalten, verschwiegen und versprochen und das einzige

was dabei rauskommt ist, daß die Zeit vergeht!

10. Die Geschichte Paraguays sehr tragisch ist

Wie ungleich ein Kampf einer Triple-Allianz, bestehend aus Brasilien, Argentinien

und Bolivien gegen ein, zum damaligen Zeitpunkt bereits aufblühendes

Paraguay war, muß man glaube ich nicht groß auswälzen!

Wenn man sich vor Augen führt, daß von ursprünglich 500.000 Einwohnern nur

noch 116.000, zumeist Frauen und Kinder, nach dem von 1864-1870 laufenden

und als Krieg im Chaco in die Geschichte eingegangenen Krieg übrig waren

und die Siegermächte nicht nur die wesentlichste Industrie zerstört, sondern

zudem noch den interessantesten Landesteil unter einander aufgeteilt haben,

was zum Niedergang des Landes führte, versteht man ansatzweise die Tragik

der Geschichte dieses Landes.

Für mehr Details das Foto anklicken!

 

11. Fliegen nach Paraguay leider ein großer Krampf ist!

Das ein vegetarisches Menü auf der Strecke bleibt, hat man nach ein paar Flügen, egal mit welcher der wenigen Fluggesellschaften, die Südamerika, speziell Paraguay überhaupt anfliegen, schnell raus!

Das der TAM mal eben eine Türe und fast die Stewardess hinterher rausfliegt, habe ich Gott sei Dank

nur gehört und gelesen, aber was man auf einem Flug alles erleben kann, kann man auch auf der Plattform von CIAO nachlesen!

 

Unser letzter Rückflug führte uns unfreiwillig über Uruguay, weil unsere Maschine

überbucht war! Wir mußten einen Zwischenstop in Argentinien und in Uruguay

einlegen, bevor es dann schließlich nach Sao Paulo ging, wohin wir eigentlich

sofort hätten fliegen sollen. Glück im Unglück: Wir hätten normalerweise

10 Stunden (!!!) Wartezeit in Sao Paulo absitzen müssen!

 

12. Die südamerikanischen Frauen zu den besten der Welt gehören

Wenn ich das Rad der Geschichte zurück drehen könnte, würde ich zwar nicht vieles anders machen, als ich es getan habe, aber schön wäre, wenn vieles mir nicht widerfahren wäre.

Wenn ich mal so an die vielen Männer denke, die in eine ähnlichen Situation wie ich geraten sind, auch wenn letztlich jeder seine eigene Geschichte hat.

In einem sind sie alle gleich: Darin, daß Männer in diesem Land diskriminiert werden, was man vor allem merkt, wenn es vor das Familiengericht geht.

Daher würde ich aus heutiger Sicht nie wieder eine deutsche Frau nach deutschem Recht heiraten.

Das ist für mich alles auch nicht mehr so wichtig, da ich in der Zwischenzeit die richtige Frau geheiratet habe und mir über die Frage, ob die Ehe vielleicht nach deutscher 50%-Wahrscheinlichkeit irgendwann geschieden wird, nicht vorzulegen brauche!

In Südamerika ist es leider vielfach so, daß Väter nicht zu ihren Kindern stehen und sich aus dem Staub machen, wodurch viele Frauen gezwungen sind, sich und ihre Kinder alleine durchzubringen.

Insofern genießen Väter, die bereit sind Verantwortung für ihre Familien zu übernehmen dort auch noch ein ganz anderes Ansehen.

Ein Deutscher, der bereits viele Jahre in Paraguay lebte, meinte zu mir, daß wenn wir Deutsche eine paraguayische Frau schlecht behandeln, sie immer noch 100 mal besser behandelt wird, als von

einem paraguayischen Mann und das stimmt wohl tatsächlich.

Offensichtlich rutscht paraguayischen Männern durchaus ab und zu mal die Hand aus und die Frauen ertragen das.

Es ist natürlich ein Zeichen von Schwäche und Überforderung, wenn ein Mann sich so verhält, aber das ist wohl an der Tagesordnung.

Dagegen sind wir zivilisierte Mitteleuropäer die reinsten Waisenknaben.

Ist es nicht merkwürdig, daß die Scheidungsquote gerade dort besonders niedrig ist, wo die Frauen wesentlich schlechter behandelt werden?

Machen wir hier vielleicht irgend etwas falsch?

Sind die Frauen hierzulande trotz deutlich besserer Behandlung unzufriedener?

Es scheint paradoxerweise so zu sein, daß die Scheidungen desto mehr zunehmen, desto besser Frauen behandelt werden!

Es wird eben alles irgendwann normal und dann will man wieder mehr und irgendwann endet dieses Anspruchsdenken eben genau da, wo es zwangsläufig enden muß: In einem weiteren Eklat, der die Scheidungsstatistiken in Deutschland erhöht!

Die Emanzipation in Deutschland hört mit aller ihr möglichen Schizophrenie genau da auf, wo eine Frau im Scheidungsfall, das Kind als Geisel nehmend, den Mann in seine Rolle als Ernährer drängen kann!!!

Darum Mann, sei schlau und suche Dir um Gottes Willen keine Frau aus, mit der die Wahrscheinlichkeit einer Scheidung bereits bei 50% steht und NOCH WICHTIGER: Setze kein Kind mit der Falschen in die Welt, denn sonst geht es Dir am Ende vielleicht wie mir und Du siehst Dein Kind jahrelang nicht!

Paraguayer mit zwei "Chicas" auf seinem Motorrad!

Und derweil in Deutschland?

Muß wohl Eva Herman meinen!

Mut wird hierzulande meiner Meinung nach nicht belohnt! Belohnt werden Speichellecker und solche, die hinten rum agieren, aus dem Verborgenen ihre Pfeile auf die Leute abschiessen, die mutig zu ihrer Meinung stehen!

Und dann gibt´s noch die, die diesen Mut dergestalt mit Füssen treten, daß sie sich über die Mutigen lustig machen, weil sie selbst nie so mutig sein könnten und es den Mutigen neiden!

Aber jedes Land kriegt das was es verdient! Das sieht man schon an der Unterhaltung!

Deutsch-Doof, Doof... Wat?

(Es handelt sich um freie Meinungsäußerung! Wer´s nicht ab kann, gibt das Lesen besser auf!)

13. Paraguay seit 2007 einen der besten Präsidenten weltweit hat

Fernando Lugo wurde im äußersten Süden Paraguays in San Solano im Distrikt San Pedro del Paraná geboren, 210 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Asunción. Seine Eltern, Guillermo Lugo und Maximina Méndez Fleitas, litten unter Repressalien des Stroessner-Regimes; sein Onkel Epifanio Méndez Fleitas, ein Intellektueller und Politiker der Regierungspartei Partido Colorado, fiel in Ungnade und ging 1956 ins Exil nach Uruguay.Drei Brüder von Lugo wurden gefoltert, sein Vater mehrfach verhaftet.

Lugo begann seine Schulausbildung in Encarnación, der Grenzstadt zu Argentinien, und arbeitete in jungen Jahren als Volksschullehrer. Nach einem Studium der Theologie an der Universidad Católica in Asunción wurde er 1977 zum Priester geweiht. Als Missionar des Ordens Steyler Missionare ging er kurz darauf für fünf Jahre nach Ecuador, wo er als Landpfarrer und Lehrer in Guaranda wirkte und mit Leonidas Proaño zusammenarbeitete, der als „Bischof der Armen“ bekannt war. Nach Paraguay zurückgekehrt, verwies ihn 1983 die Stroessner-Diktatur des Landes; bis zu seiner Rückkehr 1987 lebte er fortan im Exil in Rom und studierte dort Soziologie an der Universität Gregoriana. 1994 wurde er Bischof von San Pedro, der ärmsten und konfliktreichsten Region Paraguays.

Als der seinerzeit amtierende Präsident Nicanor Duarte Frutos versuchte, durch eine Verfassungsände-rung seine Wiederwahl durchzusetzen, schloss sich Lugo 2005 der entstehenden Protestbewegung an. Angesichts seiner politischen Ambitionen trat er noch im selben Jahr als Ordinarius der Diözese San Pedro zurück und bat im Dezember 2006 den Heiligen Stuhl um Laisierung. Die Kongregation für die Bischöfe beschied, dass er im Bischofsamt verbleibe, entband ihn aber von den damit zusammenhäng-enden Rechten und Pflichten.Mit dem Zurücklegen seiner kirchlichen Rechte war es ihm möglich, für das Präsidentenamt zu kandidieren, da es nach Artikel 235 der Verfassung Paraguays kirchlichen Amtsträgern untersagt ist, Präsident oder Vizepräsident zu werden. Die politische Arbeit versteht Lugo mit einem Wort des Papstes Pius XI. als „höchste Form der Nächstenliebe“. Ende Juli 2008 autorisierte Papst Benedikt XVI. das Ansuchen Lugos um Laisierung und versetzte erstmals in der Kirchengeschich-te einen Bischof in den Laienstand.

Die „Patriotische Allianz für den Wandel“ (Alianza Patriótica para el Cambio, APC), ein breites Bündnis aus neun Parteien sowie Gewerkschaften und Bauernbewegungen, bestimmte Lugo vor der Präsidentenwahl am 20. April 2008 zu ihrem Kandidaten. Diese Wahl entschied Lugo mit 40,8 Prozent der Stimmen für sich; er distanzierte dabei die ehemalige Bildungsministerin Blanca Ovelar, die Kandidatin der seit 61 Jahren regierenden Colorado-Partei, um zehn Prozentpunkte. Lugo wurde am 15. August 2008 als Staatspräsident vereidigt, Federico Franco von der Partido Radical Liberal Auténtico zum Vize-Präsidenten ernannt. Die Position der Primera Dama (First Lady) wird von der Schwester Fernando Lugos, Mercedes Lugo Méndez de Maidana, bekleidet.

Fernando Lugo sieht seine Wurzeln in der Befreiungstheologie und gilt als Anwalt der Unterprivilegierten und Entrechteten. Aus diesem Grund wird er gelegentlich – nicht zuletzt von seinen politischen Gegnern – mit den linken Staatspräsidenten Hugo Chávez und Evo Morales verglichen. Lugo selbst hingegen rechnet sich „der politischen Mitte“ zu und distanziert sich von programmatischer Radikalität. Sozialwissenschaftler des Landes charakterisieren ihn als Mann, dem Personenkult und Messianismus „zuwider“ sind und der weiß, „wie man Leute zusammenbringt und Kompromisse aushandelt“.

Lugo verteidigt das Privateigentum und plädiert für ein Wirtschaftssystem, in dem Platz sowohl für private als auch staatliche Unternehmen ist.

Zu den „großen Achsen“ seiner Politik zählte er vor der Wahl den Wohnungsbau, die Einführung eines universalen Gesundheitssystems, eine Bildungsreform und den Bau von Verkehrswegen. Im Kampf gegen die Armut setzt er sich für eine umfassende Landreform ein, die für eine Umverteilung und mehr Gerechtigkeit sorgen soll; bislang kontrollieren in Paraguay 5 Prozent der Bevölkerung 90 Prozent des produktiven Terrains. Außerdem will Lugo Brandrodungen und den massiven Einsatz von

Pflanzengiften eindämmen.

Er kündigte an, mit den Nachbarländern Brasilien und Argentinien den Preis für Energielieferungen aus den Wasserkraftwerken Itaipú und Yacyretá neu verhandeln zu wollen, um damit die Einnahmen für Sozialprogramme zu verbessern. Wörtlich sagte er: „Paraguay kann nicht nur ein Land der Rinderzucht sein, wir müssen uns in ein Land der Wasserenergie, ein Industrieland verwandeln.“

Fernando Lugo ist, wie er in einer Pressekonferenz am 13. April 2009 eingestand, Vater eines knapp zweijährigen Sohnes (* 4. Mai 2007), den er außerehelich mit der 34 Jahre jüngeren Viviana Carrillo gezeugt hat. Die Liebesbeziehung zwischen Fernando Lugo und der Mutter begann laut Medienberichten bereits, als die Mutter erst 16 Jahre war. In Paraguay löste der Fall in Teilen der Bevölkerung Empörung aus. Bischof Ignacio Gogorza bezeichnete diese Beziehung als "Ohrfeige für die Kirche". Nach Bekanntwerden der Vaterschaft traten kurz nacheinander zwei weitere Frauen, Benigna Leguizamón und Damiana Hortensia Morán Amarilla, mit der Behauptung, mit Lugo ein Kind gezeugt zu haben, an die Öffentlichkeit. Der Wahrheitsgehalt dieser Aussagen wird derzeit von der paraguayischen Justiz geprüft.

Update vom 09.05.2012:

Gerade habe ich mit einem Freund in Paraguay telefoniert, der mir vorgeschlagen hat mal unter wochenblatt.cc nachzuschauen, daß von BESTEM PRÄSIDENTEN nicht mehr die Rede sein kann

und es nur noch um´s Taschen vollmachen geht, wie bei seinen Vorgängern.

Gebe die Empfehlung ungeprüft weiter!

14. Guaranie verdammt schwer zu sprechen ist! (Zumindest für mich! ;))

Wer mir nicht glaubt, klickt hier: http://www.uni-mainz.de/cgi-bin/guarani2/Woerterbuch.pl